Juni 2007,

Ural Feldjaeger unterwegs in D / PL / CZ .

 „Teilnehmer: Bernd, Guido, Heribert und Heinz

Obwohl es Ralfs Urlaubszeit war und wir extra den Zeitpunkt unserer Fahrt in diesen Zeitraum gelegt hatten, hatte er keine Zeit mitzufahren. Auch auf Jürgen mussten wir verzichten, er hatte keine Aufsicht für seinen Sohn.

Start war Sonntag der 3. Juni Erst an diesem Morgen entschieden wir, doch besser erst zur polnischen Ostsee zu fahren. Wir waren 2006 schon da und hatten dort einen primaCampingplatz in Niechorze entdeckt.

Also…….ab auf die B1 und Richtung Polen. Hinter Soest überfuhr Heribert dann erstmal einen Hasen. Da er noch nichttot war – der Hase natürlich – überfuhr Guido ihn nochmal. Somit hatten wir schon unseren ersten und auch einzigen Todesfall zubetrauern.

Bei unserem ersten Etappenziel, dem Zeltplatz Werder bei Potsdam, packte Guido sein neues “Superzelt” aus. Nur leider…..es ließ sich nicht aufbauen. Entnervt baute er sein kleines Schnellzelt auf und die Nacht war erstmal gerettet.

Am nächsten Morgen versuchten wir zu Dritt dieses Ding aufzubauen, aber leider ohne Erfolg. Guido packte es kurzerhand wieder ein, brachte es zur Post, zahlte ca. 30,00 Euro und es brauchte bei dem Preis doch tatsächlich noch Zehn Tage um Zuhause anzukommen.

Hoch lebe die Bundespost.

Bernd, Guido und Heribert wollten unbedingt Fotos mit den Motorrädernam Brandenburger Tor schießen. Ich hatte keine Lust mich durch den Verkehr zu quälen und blieb wo ich war.

Die Fahrerei am nächsten Tag gab mir recht, Berlin hat Baustellen ohne Ende und wir brauchten 2 1/2 Stunden um durchzukommen. Ätzend !!!!

In Küstrin gingen wir über die Grenze nach Polen und noch bevor wir den Zeltplatz erreichten, verlor Guido einen Auspufftopf. Für ihn kein Problem, fuhr er eben bis zum Ende der Reise ohne. Sehr zum Leidwesen von Heribert.

Am nächsten Tag waren wir dann in Niechorze und blieben erstmal ein paar Tage. Fronleichnam ist auch in Polen ein großer Feiertag. Wir fuhren nach Mrzezyna. In der dortigen Kirche ist Polens schwerste Glocke mit einem Gewicht von 7,5 t. Und weil wir eh nichts anderes vorhatten, sahen wir uns auch gleich noch die Prozession an.

Auf dem Zeltplatz zurück, wollte Heribert unbedingt Pasta essen.  Also haben wir Spaghetti und eine Tomatensauce gekauft. Die Nudeln konnten wir nach dem Kochen mit dem Spaten abstechen.

Waren wohl zuviele im Topf.  Bernd und Guido kochten die Sauce. Tomatensauce, Grillsaucen, Schweinefleisch aus der Dose und etliche Gewürze……….fertig! Uns schmeckte es klasse, nur Heribert aß mit langen Zähnen.

Am nächsten Tag fuhren wir zum größten Polenmarkt nach Swenemünde. Hierzu mußten wir zwar mit der Fähre übersetzen, aber sie war kostenlos.

Heribert ließ sich dort beraten, welche Zigaretten er kaufen sollte. Die billigen aus Russland, dort kommt alles mögliche in die Zigaretten, oder die mit der Steuerbanderole. Die sind zwar etwas teurer, aber auch besser. Also kaufte er drei Stangen mit Banderole. Beim öffnen der ersten Stange stellt er dann fest, sie sind doch ohne Banderole, schlecht gestopft oder auch nur wenig und die Filter brechen auch immer ab.

Wir, Bernd und ich, wollten einen Ruhetag einlegen und die Maschinen überprüfen. Guido und Heribert waren noch immer nicht genug gebrettert und entschieden nach dem Frühstück nach Danzig und zur Halbinsel Hel zu fahren. Wir verabredeten, uns nach 2 Tagen auf dem Campingplatz Baranova zu treffen.

Auf der Fahrt dorthin, vor einer Ampel zog Bernd die Handbremse. Dabei brach die Halterung der Stützstrebe zur Bremsankerplatte ab, das Rad blockierte sofort und ………Bernd konnte nur noch rückwärts fahren.Nicht wirklich eine Lösung, wie wir feststellten. Also auf den nächsten Parkplatz – Lidl – alles lösen und Bernd konnte weiterfahren. Allerdings ohne Handbremse.

Der Zeltplatz war sehr bescheiden, aber die Mücken mochten ihn. Sie waren zu Tausenden schon vor uns da und schienen nur auf uns gewartet zu haben. Autan, unser Polenreisedeo, hat sie nicht wirklich beeindruckt. Hier blieben wir dann auch nur zwei Nächte und verabredeten dann per Handy mit Guido und Heribert, uns in Niersky in Sachsen zu treffen.

In Baranova fand ich dann „Polenhilfe“ durch Einheimische. Nachdem ich erklärte was wir brauchen, telefonierten sie ein paar Mal, einer schwang sich ins Auto und sagte er sei in 20 Minuten wieder zurück. War er auch………der Winkel war an den Gabelholm angeschweißt. Zwar nicht in der Flucht, aber egal, wir konnten weiterfahren.

Ein Versuch nach Posen in die Stadt zu fahren, war nicht möglich. Der Verkehr war fast schlimmer als in Berlin und wir verzichteten.

Die Fernstraßen in Polen haben teilweise Spurrillen von 10 cm und tiefer……es war spannend.

Am Grenzübergang Bad Muskau durften alle durchfahren nur wir mußten rechts raus……Jetzt geht’s los……dachten wir……Aber der Zöllner wollte sich über Gespanne unterhalten, was dann eine halbe Stunde dauerte.

In Niersky angekommen waren wir angenehm überrascht, der Campingplatz war sehr schön. Er hatte einen eigenen Sandstrand auch für FKK. Nichts für Heribert……das wußten wir vorher.

Heribert und Guido fanden auf ihrer Extratour keinen Campingplatz. Guido entschied ins Hotel zu gehen. Heribert fand 5 Sterne waren eindeutig zuviel und zog sich in den nächsten Wald zurück. Seit dieser Nacht weiß er nicht nur wer mit dem Wolf tanzt, sondern auch das er im Wald nicht schlafen kann. Held ist wer durchhält.

Am 14. schenken wir Guido zu seinem Geburtstag einen Außenspiegel. Er findet ihn doof, aber ich baue ihn trotzdem an. Steif und fest behauptet er, man hätte ihm seine Spiegel im vergangenen Jahr gestohlen in Polen. Wir sind sicher…………Sein Motorrad hatte noch nie Spiegel.

Dann ging es über Guidos Spezialstraßen durch die Tschechei wieder los. In Most haben wir uns kurz verloren, trafen uns aber beim Penny Markt wieder. Den Zeltplatz in der Tschechei fanden wir erst nach langen Suchen. Er lag mitten in der Wildnis, war aber sehr gepflegt und sauber und in dem kleinen dazugehörigen Lokal gab es sogar richtig gut gekühltes Bier. Herz was willst du mehr.

Am nächsten Morgen geht es weiter. Heribert ist nicht gut drauf und seine Laune soll noch schlechter werden. Aber das wissen wir noch nicht.

Straßen á la Guido……kurvenreich, steil und nicht besonders eben. Vor der Grenze holen wir das Frühstück nach, da es auf dem Campingplatz keins gab und wir auch nichts mehr an Proviant hatten. Es gab die Überraschung des Küchenchefs, es war sehr gut und reichlich und reichte uns bis zum Abend. Gegen Mittag trennte sich Bernd von uns, da er früher zuhause sein mußte.

An einer Kreuzung warteten wir dann 16 Minuten auf Heribert. Er fuhr an uns vorbei ohne anzuhalten. Wir haben ihn dann nicht mehr gesehen. Er wartete nirgendwo auf uns und auch auf unsere Anrufe reagierte er nicht. Dies blieb auch so als er zuhause war. Er kommt nicht ans Telefon und er ruft niemanden an.

Wir haben dann noch in Mühlberg campiert auf einem sehr schönen Platz und bekamen noch eine Nacht mit Sturm und Regen. Abendessen und auch Frühstück bekamen wir auf den angrenzenden Golfplatz und es war erste Klasse und preiswert dazu.

Auf dem letzten Stück riss dann an Guidos Maschine der Kupplungszug. Wir fuhren den Rest über die Autobahn, hier mußte er ja dann kaum schalten. Auch der Regen verschonte uns nicht, aber wir waren dann auch schon angekommen.

Heinz

 

 

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